Comic Festival München 2011

Süddeutsche Zeitung und Ultra Comix

23 Juni bis 26 Juni 2011
Im Künstlerhaus München

Wir freuen uns zum Comicfestival die Graphic Novel-Highlights der neuen Süddeutschen Zeitung Bibliothek vorstellen zu können.

Will Eisner: Vertrag mit GottJiro Taniguchi: Vertraute Fremde

Eine andere Dimension des Lesens:

Die Graphic Novel-Highlights der neuen Süddeutschen Zeitung Bibliothek

München, 12.03.2011. Unter dem Motto „Literatur trifft Illustration“ veröffentlicht die Süddeutsche Zeitung zehn ausgewählte Titel, die einen Überblick über die Vielfalt des spannenden Genre Graphic Novel vermitteln. In den zum Teil autobiographisch inspirierten Geschichten und Reiseberichten werden häufig auch problematische Themenfelder wie Krieg, Religion oder gesellschaftspolitische Fragen im wahrsten Sinne des Wortes abgebildet. Neben den künstlerisch-wertvollen Illustrationen bietet das Genre eine hohe inhaltliche Ausdifferenzierung und ein breites Themenspektrum, das auch klassische Roman- und Sachbuchleser anspricht.

 

Will Eisner, der laut FAZ „wichtigste Zeichner Amerikas“, hat den Begriff Graphic Novel zu Beginn des vorigen Jahrhunderts maßgeblich geprägt und ist u.a. mit seinem Werk „Ein Vertrag mit Gott“ wegweisend und stilbildend für Generationen von Comic-Künstlern gewesen. Ihm folgten so bedeutende Werke wie „Persepolis“, in dem die Iranerin Marjane Satrapi ihre Kindheitserfahrungen mit pro-islamischer Indoktrination, dem Wunsch nach Freiheit, Flucht und innerer Zerrissenheit aufarbeitet. Ähnlich autobiographisch zeichnet und schreibt Alison Bechdel in „Fun Home“ ihre Geschichte, in der sie sich nach dem Tod des Vaters mit ihrer ambivalenten Beziehung zu ihm auseinandersetzt und einem großen Familiengeheimnis auf die Spur kommt. Es sind aber auch Krimis unter den Graphic Novels, wie Jacques Tardis grell düstere Comic-Adaption „Blei in den Knochen“, Historien-Comics wie „Gift“ über die Hinrichtung der Serienmörderin Gesche Gottfried oder Biographien wie die Reinhard Kleists über die Country-Legende Johnny Cash.

Diese noch recht junge Literaturgattung eröffnet eine neue Dimension des Lesens, in der sich ästhetisches Empfinden und die Lust am geschriebenen Wort harmonisch verbinden. Ihre stetig steigende Beliebtheit spricht dafür. Nicht zuletzt, weil sie auch heikle Themen aufzugreifen vermag – wie in „Waltz with Bashir“, „deren persönliche Wahrheit den Leser zuweilen mit einer Wucht treffen, die Realbilder nicht mehr haben.“ (Die Welt)

(soweit der Infotext der Süddeutschen Zeitung)