Blutch: Peplum
Blutch: Peplum (Avant Verlag)
Der französische Autor Blutch (d.i. Christian Hincker) hat sich in unseren Gefilden bereits mit den sehr unterschiedlichen Arbeiten „Der Kleine Christian“ (einem Teil seiner Autobiographie) und der selbstironischen Abrechnung mit dem Phänomen des Künstlers an sich („Blotch“) hervorgetan.
Mit der - wiederum stilistisch vollkommen anders gearteten - früheren Arbeit „Peplum“ hat der Avant-Verlag nun eines der wichtigsten franko-belgischen Werke der Neuzeit in Deutschland zugänglich gemacht.
„Peplum“, gleichzeitig das griechische Wort für Toga, das in der römischen Blütezeit für das Obergewand gebräuchlich war (das Griechische war die lingua franca) und auch der Begriff der modernen römischen Filmindustrie für die sogenannten Sandalen-Filme macht nur scheinbar deutlich, was der Inhalt des Werkes ist.
Genau wie Fellinis Film gleichen Namens beruht die Geschichte auf dem nur in Teilen erhaltenen satirischen Roman „Satyricon“ von Petronius.
Die lebendigen Schwarzweiss-Zeichnungen unterstützen dabei die fieberhafte Atmosphäre perfekt.
Mit „Peplum“ hat Blutch die Grenzen des Möglichen im Comic ausgelotet, ohne dabei die Lesbarkeit auf der Strecke zu lassen.
Im Jahr 2009 wurde Blutch mit dem „Grand Prix de la Ville d'Angoulême“, einem der wichtigsten Auszeichnungen der Welt im Bereich Comic geehrt.


























